FASTBOND

Die heutige Architektur ist geprägt von dem Wunsch sehr leicht im Sinne von transparent sowie einzigartig zu bauen. Gerade in der Wohn- und Arbeitswelt manifestiert sich dieser Trend, wobei Glastrennwände in Form von nichttragenden Innenwänden oder paraventartigen Raumteilern in Kombination mit mannigfaltigen Glasdekoren eine große Bandbreite an Gestaltungsfreiheit bieten. Das Glas wird dabei typischerweise linien- oder punktförmig geklemmt bzw. über Bohrungen gehalten. Diese Befestigungen haben aber nur einen geringen ästhetischen Wert, weshalb geklebte Glastrennwände in den Fokus rücken. Transparente Klebungen haben dabei einen wesentlich höheren Marktwert als die marktüblichen, vorrangig schwarzen Silikonklebungen.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines geklebten Ganzglas-Systems, welches den Ansprüchen nach höchster Transparenz, modernster Leistungsfähigkeit und wirtschaftlichster Produktion nachkommt. Dieses soll aus gläsernen Teilsegmenten, die untereinander so transparent wie möglich über eine neue Fügetechnologie verbunden werden, bestehen. Dazu muss ein transparentes Klebstoffsystem entwickelt werden, welches sich durch eine lokale Wärmeeinbringung in die Klebfuge schnell aushärten lässt. Mit Hilfe der Induktionstechnik und einer neuartigen Fügetechnologie soll die Erwärmung mit hohen Aufheizraten direkt in der Klebfuge unabhängig von Umgebungs- und Fügeteiltemperaturen realisiert werden. Dabei sind die geplanten Entwicklungen innerhalb des Forschungsvorhabens darauf ausgerichtet, dass die Funktionalität des Lastabtrags der Klebverbindung und deren Dauerhaftigkeit nicht eingeschränkt werden.

 

Projektpartner Technische Universität Dresden, Institut für Baukonstruktion
  iKTZ GmbH
  Flachglas Sachsen GmbH
  Universität Kassel, Fachgebiet Trennende und Fügende Fertigungsverfahren
  iff GmbH
Förderung BMWi – Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)
Laufzeit 2021 - 2023